Evangelische Elterninitiative Paracelsusstraße e.V.

Pädagogik

Die Pädagoginnen des Hauses sind durch Teamschulung, Weiterbildungsmaßnahmen, Fachliteratur und Teamsitzungen entsprechend gut ausgebildet und verpflichtet zur Weiterbildung. Zusätzlich besteht ein kollegialer Kontakt zu Pädagoginnen aus anderen evangelischen Einrichtungen der Eikita und die Begleitung durch deren Fachberatung, Frau Kohls. Zusammen mit allen Evangelischen Tageseinrichtungen in Wuppertal wurde ein Qualitätshandbuch (QM-Handbuch) entwickelt, dessen Ziel es ist, ein tragfähiges Qualitätsmanagement für diese Träger auf zu bauen und um zu setzen. Neben den Schlüsselprozessen, die sich in Kurzbeschreibung, Ziele und Qualitätsstandards aufteilen, sind in den QM-Handbuch Arbeitshilfen, sowie Verfahrensanweisungen beigefügt. Instrumente zur Evaluation des QM-Handbuches sind

Damit Ihr Kind optimal gefördert und unterstützt wird, arbeiten wir außerdem mit folgenden Institutionen zusammen:

Die Eingewöhnungszeit – Beziehung gestalten

Die Gestaltung der Eingewöhnungszeit ist entscheidend für eine gelungene außerfamiliäre Betreuung eines Kindes. Eine positive Bindung zu der neuen Umgebung, anderen Kindern und Erwachsenen ist Voraussetzung für

Für uns gilt, die Kinder elternbegleitend und bezugspersonenorientiert einzugewöhnen. Diese Zeit ist ein Grundbaustein für die kommende Zusammenarbeit.

Darum gestalten wir die Eingewöhnungszeit so:
Zur Aufnahme der Kinder bieten wir den neuen Familien vor den Sommerferien bereits Besuchstage und Spielnachmittage an, sodass Kind und Eltern die Kita mit ihren Ritualen, den Pädagog*innen, den anderen Eltern und natürlich den anderen Kindern ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck kennenlernen können.

Zu allen Festen, Elternangeboten, Gottesdiensten und ähnlichen Aktionen der Kindertageseinrichtung werden die neuen Familien mit eingeladen.

Im Aufnahmegespräch werden Eltern informiert, dass die Eingewöhnungszeit intensiv von ihnen oder einer dem Kind vertrauten Person aus der Familie begleitet werden muss. Wir sind bemüht gerade in der ersten Zeit die Bezugsperson für das Kind konstant zu halten. Die Eingewöhnungszeit bei den Kindern dauert so lange, bis das Kind Vertrauen zu einer/em Pädagog*in gefunden hat und bereit ist, sich von der Bezugsperson, die es begleitet, zu trennen Hier steht das pädagogische Personal hilfreich zur Seite, um Eltern und Kindern den Ablösungsprozess zu erleichtern. Individuelle Verabschiedungsrituale sind von größter Wichtigkeit. Nach längerer Abwesenheit des Kindes, nach Krankheit oder Urlaub kann eine erneute Eingewöhnungszeit notwendig werden.

Bausteine der Bildungsdokumentation

Bei uns fängt die Bildungsdokumentation mit der Eingewöhnungszeit an. Schon hier ist es für uns eine gute Möglichkeit dem Kind Aufmerksamkeit zu schenken und wahrzunehmen, was ihm wichtig ist. Dazu gehört das erste gemalte Bild, wer gehört zu mir bzw. wer begleitet mich, welches Stofftier bringe ich mit. Die ersten Kontakte zu anderen Kindern und Erwachsenen, sowie erste Spiele und Beschäftigungen werden in Fotos und kleinen Geschichten festgehalten. Um zu erfassen, was Kinder zur Unterstützung ihrer Bildungsprozesse brauchen, müssen wir die Kinder kennenlernen. Dies geschieht dadurch, dass wir sie im Alltag aufmerksam wahrnehmen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken.
Bei allen Beobachtungen geht es uns darum:

Dies erreichen wir mit folgenden Methoden:
Spielgeschichten: Hier fotografieren wir die Kinder bei Spielen oder Tätigkeiten und schreiben dazu eine kleine Geschichte, die wir anschließend zusammen mit dem Kind anschauen und ihm vorlesen. Oft ergeben sich aus Spielgeschichten auch Lerngeschichten, in denen nicht nur das Spiel gezeigt wird, sondern auch deutlich wird, welche Lernfortschritte das Kind gemacht hat.

Fotos haben bei uns einen hohen Stellenwert, weil sie dem Kind und auch den Eltern zeigen:
welche Alltagssituationen habe ich erlebt, was habe ich heute gemacht, was hat die Gruppe gemeinsam unternommen.
Alle Fotos, Spiel und Lerngeschichten werden im Kindergartenbuch festgehalten. Zusätzlich werden Fotos auf dem Monitor in der Halle gezeigt und sind immer wieder Anlass für Kinder und Eltern, über Erlebtes zu sprechen. Das Kindergartenbuch dokumentiert die Entwicklung des Kindes und richtet sich in erster Linie an das Kind selbst. Jedes Kind erhält zum Eintritt in den Kindergarten einen Ordner, der mit Name und Foto des Kindes versehen wird. Die Ordner werden in den Gruppen frei zugänglich für die Kinder aufbewahrt. Den Kindern ist es möglich ihren Ordner jederzeit anzuschauen. Um die Intimität dieses Ordners zu wahren, dürfen andere die Ordner nur mit Erlaubnis des „Besitzerkindes“ betrachten. Dinge, die in den Ordner sollen, werden jeweils einzeln in Klarsichthüllen eingeheftet und mit Entstehungsdatum versehen. Damit die Kinder ihre Entwicklung auch selber leichter wahrnehmen können, sind die einzelnen Jahre im Ordner durch Trennpappen gekennzeichnet. Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Kunstwerke und Bilder in ihrem Ordner einzuheften.
In den altersdifferenzierten Gruppen werden gemeinsam Seiten wie z. B Hand-, und Fußabdrücke, Selbstbildnisse und gemessene Größe gestaltet. Diese Seiten befinden sich manchmal mehrfach im Kindergartenbuch. Mit Fotos von Geburtstagen und Lern- und Spielgeschichten wird die Entwicklung im Kindergartenbuch ergänzt. So hat jedes Kind seine eigene Entwicklungsdokumentation und eine Fülle an Erinnerungen, wenn es den Kindergarten verlässt.
Die „Stimmen“ der Kinder sind die Malereien, die während der Kindergartenzeit entstehen, die Bauwerke die fotografiert werden.
Zur Dokumentation bieten wir den Kindern mehrere Möglichkeiten an; zum Einen an Dokumentationswänden öffentlich zu zeigen, zum Anderen die Möglichkeit diese im Kindergartenbuch einzuordnen. Ebenso bieten wir den Kindern an, ihre Werke in ihren Eigentumsfächern aufzubewahren oder mit nach Hause zu nehmen. Durch die teiloffene Arbeit, bei der das Kind sich entscheiden kann, in welchem Spielbereich es sich aufhält, ist es uns zusätzlich wichtig, durch Bereichsdokumentationen festzuhalten, wie die Bildungs- und Entwicklungsprozesse jedes einzelnen Kindes verlaufen.
Diese Bereichsdokumentationen werden zweimal jährlich erstellt und zu einer Jahresdokumentation zusammengefasst. Alle Beobachtungen, Fotos, Geschichten und Dokumentationen zusammen dienen als Grundlage für Elterngespräche, die in der Regel einmal im Jahr stattfinden und die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes veranschaulichen. Natürlich können Elterngespräche auch jederzeit bei Bedarf durchgeführt werden.

Essen

Seit letztem Frühjahr pflanzen wir auf dem Außengelände vermehrt Nutzpflanzen und Kräuter an, gießen, pflegen ernten und essen sie. Ein Hochbeet, von Eltern gebaut, soll im nächsten Jahr noch erweitert werden. Denn das Mittagessen wird täglich von einer Köchin hier in der Kita-Küche zubereitet. Sie verwendet selbstangebaute und saisonal eingekaufte, soweit möglich biologische Lebensmittel. Die Gerüche aus der Küche begleiten uns schon von morgens an und die Kinder fragen oft nach: „Was kochst du heute?“ oder sie sagen: „Das riecht gut!“ oder „Können wir dir helfen?“. Nach der Mahlzeit hört die Köchin oft ein: „Das war lecker. Das kannst du noch einmal kochen!“